25. Mai 2007
20. “Park Song” und kein Ende – Viel musikalische Erfahrung bei der Jubiläumsveranstaltung.
Klaus Reiter, Sänger und Gitarrist der Formation AGATHON SAX fand es schon immer schade, dass auf der renommierten Bühne im Pirmasenser “ParkPlatz” so wenig Musik der Stilrichtungen Singer/Songwriter, Liedermacher, Unplugged Music etc. zu hören war. Ganz offensichtlich lag es daran, dass es einfach nicht genügend Publikum gab, das bereit war, dafür einen gemessenen Eintrittspreis zu zahlen. Also kam er auf die Idee, eine Veranstaltung ins Leben zu rufen, bei der man kostenlos diese Art von Musik hören konnte.
Im Februar 2005 war es dann endlich soweit. “Park Song” – so der griffige Slogan von Mitinitiator Fred G. Schütz – konnte in die erste Runde gehen. Das Konzept, auf einen kurzen Nenner gebracht, lautete fortan: Akustisch dominierte, handgemachte Musik an jedem 4. Montag im Monat bei freiem Eintritt.
Gleich die Premiere wurde ein voller Erfolg, der “Parkplatz” war proppenvoll, denn viele Pirmasenser waren offensichtlich neugierig geworden und wollten die erste Veranstaltung dieser neuen Reihe miterleben. Bei den nächsten Abenden war dann verständlicherweise ein gewisser Publikumsschwund zu verzeichnen. Doch inzwischen erfreut sich die Veranstaltung wachsender Beliebtheit und ist aus dem Pirmasenser Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.
Am kommenden Pfingstmontag, dem 28.5.07 findet nun der 20. “Park Song” statt. Pünktlich ab 21 Uhr werden die verschiedene Protagonisten die Bühne betreten. Entgegen der sonstigen Gepflogenheit werden bei der Jubiläumsveranstaltung keine Nachwuchskräfte zu hören sein. Das Publikum erwartet an diesem Abend Musik von ‘gestandenen’ Musikerinnen und Musikern.
So etwa Svenja Hinzmann, die junge Pirmasenser Sängerin mit der außergewöhnlichen Stimme, die eigentlich alles singen kann: von gefühlvollen Balladen einer Eva Cassidy bis hin zu fetzigen Rocknummern a lá Melissa Etheridge. Auch schwer zu singende Stücke aus dem Jazzbereich oder Songs aus Musicals sind für sie keine Hürden. Begleitet wird sie an diesem Abend von keinem geringeren als Hans “Flabbes” Scharf, exzellenter Pianist und Gitarrist und eine musikalische Institution in und um Pirmasens mit jahrzehntelanger Erfahrung in diversen namhaften Formationen. Ohne Übertreibung kann man sagen: Ein musikalischer Leckerbissen.
Die Unplugged-Formation TIMELESS MEN um Bandleader Andreas Alt sind alte Bekannte bei “Park Song” und diesmal bereits zum 4. Mal mit dabei. Sie werden wieder einige Stücke aus ihrem reichhaltigen Repertoire darbieten. Ihr Markenzeichen: Mehrstimmiger, filigraner, raffiniert arrangierter Satzgesang unterstützt von zwei akustischen Gitarren und einem akustischen Bass. Unterstützt werden sie diesmal von Julian Rabung am Cajon, einem erst 17-jährigen Schlagzeuger und Percussionisten, der auch schon bei der Schwesterveranstaltung “Jazz geht’s los” am Vibraphon zu hören war. Ein absolut außergewöhnlicher junger Musiker.
Premiere haben wird das Duo DOUBLE MALT. Andreas Mildenberger und Steffen Korf sind zwei äußerst erfahrene Musiker, die bereits seit 3 Jahren nicht nur in deutschen Landen unterwegs sind. Mit mehr als 250 Konzerten deutschlandweit und einigen Gigs im Ausland gehört die Formation zu den Acts, die man gehört haben sollte. Die Jungs beschreiben ihre Musik gerne als ‘Live Acoustic Rock’, eine Mischung aus lauten und leisen Tönen, aus Cover Songs und eigenen Stücken – direkt und ungeschminkt.
Natürlich sind auch wieder Fred G. Schütz und Klaus Reiter, die Gründerväter sozusagen, mit von der Partie. Schütz wird – wie immer – einige Stücke aus seinem großen Singer/Songwriter-Fundus vorstellen, während Reiter ein kleines Set mit Antikriegsliedern von Hannes Wader und Reinhard Mey zusammengestellt hat.
15. Mai 2007
The Schmidt Brandt Engelmann Trio Feat. Burdette Becks
AM DONNERSTAG, DEN 17.05.07, GASTIERT DAS “SCHMIDT BRANDT ENGELMANN TRIO”
MIT DEM CHARISMATISCHEN SÄNGER UND FLÖTISTEN BURDETTE BECKS IM PARKPLATZ IN PIRMASENS.
KONZERTBEGINN: 21 UHR
EINTRITT: 6 € (ermäßigt 5 €)
WEITERE INFOS UNTER:
www.schmidt-brandt-quintett.de
www.burdette.de





Zwischen Nachtclub-Stimmung und funky Grooves
Schmidt-Brand-Engelmann-Trio und der famose Sänger und Flötist Burdette Becks beim Dahner Jazz-Frühschoppen im Alten E-Werk
Lässiges Showmanship und routinierte Spielkultur auf hohem Niveau zeichneten den Jazz-Frühschoppen am Sonntag im Alten E-Werk in Dahn aus. Beim „Schmidt-Brand-Engelmann-Trio”, verstärkt um den famosen Sänger und Flötisten Burdette Becks, zeigte sich erneut das sichere Händchen der Dahner Jazz-Freunde für außergewöhnliche Künstler.
Burdette Becks und – so sind die Rollen an diesem Morgen verteilt – „seine” Band stiegen lyrisch ein: Eher Nachtclub als Frühschoppen, eher der letzte Whiskey als das erste Bier: „Night and day” ist der Opener, es folgt die Leon Russel Komposition „This Masquerade”, wohl am bekanntesten in George Bensons Cover-Version. Becks füllt den Raum mit seiner wundervoll tief timbrierten Stimme, die sich vom untersten Bariton-Register mühelos bis hinauf in die Tenor-Lage schwingen kann. Intervall-Sprünge, Registerwechsel, alles kommt mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit. Er wechselt zwischen Gesang und Flötenspiel als sein eigener Call-and-Response-Partner, scheint seiner Flöte die Melodie vorzusingen. Dabei sind der Flötist Becks und Sänger Becks zwei absolut ebenbürtige und eigenständige Musiker in einer Person. Und dies, ohne jemals in den so peinlichen „seht-her”-Gestus zu verfallen. Wenn Becks in die Scat-Technik, also den rhythmischen Gesang ohne Worte, wechselt, dann übernimmt er gänzlich die Führung der Band, gibt ihr die Pace und den Groove. Das kannte man von der überragenden Ella Fitzgerald, in der Region war das in dieser Form bislang noch nicht auf den Jazz-Bühnen zu hören. Dazwischen ist Becks ein amüsanter Plauderer, dem es sogar gelingt, die technischen Unzulänglichkeiten der Übertragungsanlage mit ihren häufigen Rückkopplungen souverän in seine Show zu integrieren.
Dabei sind Jürgen Schmidt an den Tasteninstrumenten, Stefan Engelmann an E- und Kontrabass und Stephan Brandt am Schlagzeug alles andere als willfährige Begleitknechte. Da agiert eine traumwandlerisch gut eingespielte Band aussagefähiger Solisten, die ihren Frontmann einfach gut aussehen lassen möchte. Ob Jürgen Schmidt immer die stimmigste Klangauswahl – Fender Rhodes-E-Piano-Klänge und spröde Synthie-Sounds – getroffen hat, mag man diskutieren, die Qualität seines Solo-Spiels indessen nicht. An diesem Morgen verlegt er sich in seinen Soli gänzlich auf geläufiges Flitzefinger-Spiel, bleibt konsequent bei Einzelnoten-Läufen und überlässt die harmonische Ausdeutung dem Bassisten Stefan Engelmann.
Der ist ein melodienverliebter Basser, der Harmonie und Stimmungen in den Bandsound bringt und trotzdem – vor allem im zweiten Set – ziemlich funky und mit fast rockmusikalischem Aplomb ins Geschehen eingreift. Wie bei vielen guten Bassern zu beobachten, ist auch Engelmann eher Scharnier zwischen Rhythmusgruppe und jeweiligem Solisten denn der viel beschworene „ruhende Pol”, womit oft genug höflich umschrieben wird, dass der Bassist weder positiv noch negativ auffällt. Dass der Rapport mit Schlagzeuger Stephan Brandt von einzigartiger Direktheit ist, muss bei Musikern dieses Kalibers nicht gesondert erwähnt werden.
Brandt ist ein stilistisch vielseitiger und dennoch stets stilsicherer Schlagzeuger, der eine zurückhaltenden, dienenden Groove genauso in den Stöcken hat wie das fordernde Nach-Vorne-Spiel, das vor allem in den funky gespielten Stücken wie der eigentlich abgenudelten Spielnummer „Ain’t No Sunshine When She’s gone” die rechte Würze bringt.
Zwei Zugaben – darunter ein eher Modern-Jazz-mäßiges „Summertime” von George Gershwin – und ein hochzufriedenes Publikum im erneut vollbesetzten E-Werk sind zusätzlicher Beleg für ein gelungenes Frühschoppen-Konzert. (Fred G. Schütz)
7. Mai 2007
DIE LOKALMATADOREN GEBEN SICH MAL WIEDER DIE EHRE!
AM DONNERSTAG DEN 10.05.07 SPIELEN MAXA & CO IM PARKPLATZ IN PIRMASENS.
Hinter dem Namen “8 p.m.” verbirgt sich eine Formation mit den stimmgewandten Frontleuten Ralf Maxstadt, Karin Bieg, Dennis Köhler und den erfahrenen Instrumentalisten Gert Heckmann (Gitarre), Gerd Schäfer (Gitarre), Michael Bixler (Keyboards), Mike Bernardi (Bass) und Johannes Kröher (Drums).
Alle Protagonisten, die seit Jahren zum festen Stamm der Pirmasenser Musikszene gehören, vereinen sie sich nun zu einer Band, welche in dieser Zusammensetzung eine mitreißende Live-Performance garantiert.
Den musikalischen Schwerpunkt bilden hervorragend interpretierte Song-Highlights aus dem Bereich des klassischen Mainstream-Rock, welche mit einer unbändigen Leidenschaft und Liebe fürs Detail gespielt werden. Im Konzert bleibt aber auch genügend Raum für Gänsehaut-Balladen oder Titel von Künstlern oder Gruppen, die völlig zu Unrecht über den Status eines Geheimtipps nicht hinaus gekommen sind. Ausgeprägter mehrstimmiger Gesang, gepaart mit hingebungsvoll intonierten Soli hinterlassen beim Publikum mit Sicherheit einen nachhaltigen Eindruck.

Beginn: 21 Uhr
Eintritt: 6 € (ermäßigt 5 € )
Weitere Infos unter : http://www.8-pm.de/